Jedes Unternehmen will innovativ sein. Neue Ideen sprudeln, die Liste potenzieller Projekte wächst, und der Ehrgeiz, immer bessere Ergebnisse zu liefern, ist groß. Gerade als Projektmanager stehst du oft vor der Herausforderung: „Welche dieser tollen Ideen setzen wir um? Und welche bringen uns wirklich weiter?
Denn so spannend Innovation auch ist – nicht jedes Projekt zahlt sich aus. Manchmal sind die vielversprechendsten Ansätze reine Ressourcenfresser. Und genau da wird es knifflig: Wie findest du heraus, welche Ideen die größte Wirkung haben und wo du besser einen Schlussstrich ziehst?
Hier kommt die BCG-Matrix ins Spiel. Sie hilft dir dabei, Ordnung in das Chaos der Möglichkeiten zu bringen. Mit ihrem einfachen, aber effektiven Ansatz bewertest du Projekte oder Produkte systematisch nach ihrem Potenzial und ihrer Relevanz. So kannst du strategisch entscheiden, worauf du dich konzentrieren solltest – und was vielleicht besser auf Eis gelegt wird.
In diesem Artikel erfährst du, wie die BCG-Matrix dir dabei hilft, Innovation gezielt zu steuern, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und dabei trotzdem den Raum für Kreativität zu bewahren. Denn wahre Innovation entsteht, wenn du nicht alles machst, sondern das Richtige machst.
Was ist die BCG Matrix?
Die BCG Matrix ist ein einfach anwendbares Strategie-Tool, mit dem du das Projektportfolio eines Unternehmens analysieren kannst. Der Name ist weniger komplex als es scheint, BCG steht für Boston Consulting Group, die das Modell in den 1970er Jahren entwickelt hat. Die BCG-Matrix soll Unternehmen helfen, sinnvolle Investitionsentscheidungen zu treffen und die Ressourcen für Projekte optimal zu verteilen. Denn nur durch strategische Investitionen können Unternehmen hohes Wachstum generieren und nachhaltige Wachstumsstrategien entwickeln.
Das Modell betrachtet zwei zentrale Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg eines Produkts oder Projekts bestimmen:
- Relativer Marktanteil: Wie stark ist ein Produkt im Vergleich zur Konkurrenz?
- Marktwachstum: Wie schnell wächst der Markt? Märkte mit hoher Wachstumsrate bieten viel Potenzial, verlangen aber eine kluge Strategie, um erfolgreich zu sein.
Durch die Kombination dieser beiden Dimensionen entstehen vier Kategorien, die zeigen, welche Produkte oder Projekte Zukunftspotenzial haben. Bruce D. Henderson (Gründer der Boston Consulting Group) meint:
Strategie heißt, seine Ressourcen dort einzusetzen, wo sie den größten Unterschied machen.
Wie funktioniert die BCG Matrix?
Um Produkte oder Projekte nach Potenzial zu bewerten, ordnet die BCG Matrix sie in eine 2×2-Matrix ein, wodurch 4 Kategorien entstehen. Die Zuordnung erfolgt auf zwei Achsen, dem relativen Marktanteil und dem Marktwachstum. Diese beiden Faktoren bestimmen also die Position des Projekts innerhalb von vier Feldern. Dadurch erhält man eine klare visuelle Übersicht darüber, welche Initiativen Wachstumspotenzial haben, welche stabile Erträge liefern und wo das Unternehmen lieber Ressourcen abziehen sollte.
Die Achsen der BCG Matrix
1. X-Achse: Relativer Marktanteil
Diese Kennzahl zeigt, wie stark ein Produkt oder Projekt im Vergleich zur größten Konkurrenz positioniert ist. Sie wird berechnet, indem der eigene Marktanteil durch den Marktanteil des stärksten Wettbewerbers geteilt wird:
Marktanteil = (Umsatz oder Absatz deines Produkts) / (Gesamtumsatz oder Gesamtabsatz des Marktes) × 100
Das bedeutet:
- Ein Wert größer als 1 signalisiert, dass das eigene Produkt eine führende Position hat.
- Ein Wert unter 1 bedeutet, dass die Konkurrenz dominiert.
Ein hoher relativer Marktanteil wird oft als Zeichen für Effizienz und Kostenvorteile gesehen. Marktführer profitieren von Skaleneffekten, können günstiger produzieren und haben eine größere Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten und Kunden.
2. Y-Achse: Marktwachstum
Hier geht es um die Dynamik des Marktes. Das Marktwachstum wird als jährliche prozentuale Veränderung des Marktvolumens berechnet.
- Hohe Wachstumsraten deuten auf einen dynamischen Markt mit Chancen für Expansion hin – allerdings oft mit hohen Investitionen verbunden.
- Geringes Marktwachstum spricht für einen gesättigten oder reifen Markt, in dem Stabilität wichtiger ist als aggressives Wachstum.
Unternehmen müssen hier abwägen: In wachstumsstarken Märkten können sie Marktanteile ausbauen, stehen aber vor intensivem Wettbewerb und steigenden Kosten. In langsam wachsenden Märkten liegt der Fokus eher auf Effizienz, Stabilität und der Verteidigung bestehender Marktanteile.
Die 4 Felder: Die vier strategischen Kategorien der BCG Matrix
Basierend auf den Achsen „relativer Marktanteil“ und „Marktwachstum“ ergeben sich vier Felder, die jeweils eine strategische Bedeutung für das Unternehmen haben.
1. Stars (Hoher Marktanteil, hohes Marktwachstum)
Stars sind die Zugpferde eines Unternehmens – Produkte oder Projekte, die sowohl einen hohen Marktanteil als auch starkes Wachstum aufweisen. Sie haben das Potenzial, langfristig hohe Gewinne zu generieren, erfordern aber oft auch erhebliche Investitionen, um ihre Marktposition zu behaupten.
Strategie: Unternehmen sollten in Stars investieren, um ihre Marktführerschaft zu sichern und sie langfristig zu Cash Cows zu entwickeln, sobald das Marktwachstum nachlässt.
2. Cash Cows (Hoher Marktanteil, niedriges Marktwachstum)
Cash Cows sind etablierte Produkte oder Projekte mit einem hohen Marktanteil in einem reifen oder gesättigten Markt. Sie generieren stetige Umsätze und tragen maßgeblich zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei.
Allerdings bedeutet „Cash Cow“ nicht zwangsläufig, dass keine Investitionen erforderlich sind. Auch wenn sie keine hohen Wachstumsraten haben, können Wartung, Weiterentwicklung oder operative Kosten weiterhin signifikante Ressourcen binden. Der entscheidende Unterschied ist jedoch ihre Stabilität: Während Stars oft hohe Investitionen erfordern, um Marktanteile auszubauen, finanzieren Cash Cows sich meist selbst und erlauben es dem Unternehmen, Gewinne gezielt in andere Bereiche zu lenken und die Gesamtkosten im Projektportfolio auszugleichen.
Strategie: Unternehmen sollten Cash Cows effektiv und effizient managen, um ihre Erträge zu maximieren und freiwerdende Mittel in wachstumsstärkere Segmente wie Stars oder Question Marks zu investieren.
3. Question Marks (Niedriger Marktanteil, hohes Marktwachstum)
Diese Kategorie umfasst Produkte oder Projekte mit hohem Wachstumspotenzial, aber geringem Marktanteil. Sie stehen oft noch am Anfang ihrer Entwicklung oder kämpfen mit starker Konkurrenz.
Da der Markt wächst, ist unklar, ob sich Question Marks zu Stars entwickeln oder scheitern werden. Sie erfordern strategische Entscheidungen: Soll weiter investiert werden, um Marktanteile zu gewinnen, oder lohnt es sich nicht?
Strategie: Unternehmen müssen genau abwägen, welche Question Marks eine Zukunft haben. Erfolgreiche Produkte können durch gezielte Investitionen zu Stars werden, während erfolglose Projekte frühzeitig eingestellt werden sollten, um Ressourcen nicht zu verschwenden.
4. Poor Dogs (Niedriger Marktanteil, niedriges Marktwachstum)
Poor Dogs oder „Arme Hunde” sind Produkte oder Projekte, die weder hohe Marktanteile noch Wachstum vorweisen können. Oft handelt es sich um einst erfolgreiche Angebote, die durch veränderte Marktbedingungen oder technologische Entwicklungen und die digitale Transformation an Bedeutung verloren haben.
Strategie: Unternehmen sollten Poor Dogs kritisch bewerten. In manchen Fällen lohnt es sich, sie weiterzuführen, wenn sie strategische Vorteile bringen oder profitabel sind. Häufig ist es jedoch sinnvoller, sich von ihnen zu trennen, um Ressourcen für wachstumsstärkere Bereiche freizusetzen und negativen Cashflow zu verhindern.
Die Verbindung von BCG Matrix und Produktlebenszyklus-Theorie
Die BCG-Matrix basiert grundsätzlich auf dem Konzept des Produktlebenszyklus, ermöglicht aber darüber hinaus gezielte strategische Entscheidungen über Investitionen, Desinvestitionen und Ressourcenallokation.
Der Produktlebenszyklus durchläuft typischerweise vier bis fünf Phasen:
- Einführungsphase: Ein neues Produkt wird auf den Markt gebracht, verursacht hohe Kosten und erzielt zunächst geringe Umsätze.
- Wachstumsphase: Die Nachfrage steigt, das Produkt setzt sich am Markt durch, die Gewinne wachsen.
- Reifephase: Der Markt stabilisiert sich, das Wachstum verlangsamt sich, das Produkt erzielt hohe Erträge.
- Sättigungsphase: Die Nachfrage stagniert oder sinkt, der Markt ist gesättigt.
- Degenerationsphase: Das Produkt verliert Marktanteile, es wird eingestellt oder ersetzt.
Die BCG-Matrix wendet diese Phasen auf das Unternehmensportfolio an. Dabei werden Projekte oder Produkte anhand zweier Kriterien eingeteilt:
- Marktwachstum (Attraktivität des Marktes) auf der vertikalen Achse
- Relativer Marktanteil (eigene Wettbewerbsstellung) auf der horizontalen Achse
So ergeben sich die vier Quadranten:
- Question Marks (Einführungsphase): Produkte mit hohem Wachstum, aber einem geringen Marktanteil. Hier muss entschieden werden, ob Investitionen sinnvoll sind.
- Stars (Wachstumsphase): Marktführer mit starkem Wachstum – Investitionen lohnen sich.
- Cash Cows (Reifephase): Etablierte Produkte mit hohem Marktanteil, die stabile Einnahmen generieren.
- Poor Dogs (Sättigungs-/Degenerationsphase): Produkte mit einem niedrigen Marktanteil und geringem Wachstum, oft Kandidaten für Desinvestition.
Die Verbindung zwischen BCG-Matrix und Produktlebenszyklus liegt darin, dass die BCG-Matrix Unternehmen hilft, Produkte in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus strategisch zu steuern. BCG-Matrix kann auch mit anderen Methoden wie der SWOT-Analyse oder OKRs kombiniert werden, um die Erkenntnisse klarer zu machen und strategisch zu steuern.
Teste monday work managementWie ergänzt die SWOT-Analyse die BCG-Matrix?
Während die BCG-Matrix eine Ist-Analyse des Produktportfolios liefert, unterstützt die SWOT-Analyse die strategische Planung.
SWOT steht für:
- Strengths (Stärken): Was macht das Unternehmen besonders gut?
- Weaknesses (Schwächen): Wo gibt es Defizite oder Verbesserungspotenzial?
- Opportunities (Chancen): Welche externen Marktchancen können genutzt werden?
- Threats (Risiken): Welche externen Bedrohungen gibt es?
Durch die Kombination beider Methoden kann ein Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen:
- Welche Stars und Cash Cows haben Stärken, die weiter ausgebaut werden sollten?
- Welche Question Marks bieten Chancen, die genutzt werden können?
- Welche Poor Dogs sind Risiken ausgesetzt und sollten eliminiert werden?
So lassen sich die Marktposition, Ressourcenplanung und strategische Prioritäten noch besser steuern. Während „Stars“ möglicherweise irgendwann zu „Cash Cows“ werden, können Produkte, die in der „Dog“-Kategorie landen, das Ende ihrer Lebensspanne erreicht haben. Dies bedeutet, dass Unternehmen gut daran tun, diese Phasen zu überwachen und ihre Strategien entsprechend anzupassen.
Vor- und Nachteile der BCG Matrix
Wie jedes strategische Tool hat auch die BCG-Matrix ihre Stärken und Schwächen. Eine klare Übersicht gibt die folgende Tabelle:
Vorteile | Nachteile |
---|---|
Einfache und visuelle Darstellung | Vernachlässigt qualitative Faktoren |
Hilft bei der Ressourcenverteilung | Fokussiert auf Marktanteil und Wachstum |
Strategische Entscheidungsfindung | Kann kurzfristiges Denken fördern |
Universell einsetzbar | Setzt genaue Daten voraus |
Vorteile der BCG-Matrix
- Einfache und visuelle Darstellung: Die Matrix ist leicht verständlich und liefert eine übersichtliche Darstellung der wichtigsten Produkte oder Projekte eines Unternehmens.
- Hilft bei der Ressourcenverteilung: Durch die Kategorisierung von Produkten können Unternehmen ihre Ressourcen gezielt und effizient einsetzen.
- Strategische Entscheidungsfindung: Die BCG-Matrix unterstützt Unternehmen dabei, strategische Entscheidungen zu treffen, z. B. ob in ein Produkt investiert oder ein anderes aufgegeben werden sollte.
- Universell einsetzbar: Die Matrix kann in verschiedenen Branchen und für unterschiedliche Unternehmensgrößen und Geschäftsprozesse verwendet werden.
Nachteile der BCG-Matrix
- Vernachlässigt qualitative Faktoren: Die Matrix konzentriert sich nur auf quantifizierbare Faktoren wie Marktanteil und Wachstum, ohne qualitative Aspekte wie Markenwert oder Kundenzufriedenheit zu berücksichtigen.
- Fokussiert auf Marktanteil und Wachstum: Die Matrix geht davon aus, dass diese beiden Faktoren die Haupttreiber des Unternehmenserfolgs sind, ohne andere Aspekte wie Innovationskraft oder Marktbedürfnisse zu integrieren.
- Kann kurzfristiges Denken fördern: Die Matrix könnte dazu führen, dass Unternehmen zu sehr auf kurzfristige Ergebnisse fokussiert werden und langfristige, strategische Überlegungen vernachlässigen.
- Setzt genaue Daten voraus: Die Analyse erfordert präzise Markt- und Wettbewerbsanalysen und verlässliche Daten, um die Matrix sinnvoll zu nutzen. Fehlende oder ungenaue Daten können zu falschen Entscheidungen führen.
Anwendungsbereiche der BCG Matrix
Die BCG-Matrix ist ein universelles Instrument, das weit über klassische Unternehmensstrategien hinausgeht. Ob in Technologieunternehmen, Software-Entwicklungsprozessen, der Kreativbranche oder nachhaltigen Geschäftsmodellen – sie hilft dabei, Investitionen gezielt zu steuern, Ressourcen optimal zu verteilen und langfristige Wachstumsstrategien zu entwickeln. Besonders können das Management und die Bereiche Marketing und Vertrieb wertvolle Erkenntnisse für das strategische Priorisieren von Aufwand und Aktivitäten gewinnen.
Portfolioanalyse in verschiedenen Branchen
Ob Produkte, Dienstleistungen oder Ideen – die BCG-Matrix ermöglicht eine fundierte Bewertung von Potenzialen und Risiken in verschiedensten Bereichen.
- Technologie: Ein Hersteller von Solaranlagen kann die BCG-Matrix nutzen, um seine Produktlinien zu steuern. Hocheffiziente Solarpanele mit steigender Nachfrage könnten als Stars gelten, während ältere Modelle mit sinkenden Verkaufszahlen in die Poor Dog-Kategorie fallen und aus dem Sortiment genommen werden.
- Nachhaltige Geschäftsmodelle: Unternehmen der Kreislaufwirtschaft oder nachhaltigen Modebranche stehen oft vor der Frage, welche Innovationen sie weiter ausbauen sollten. Ein recycelbares Sneaker-Modell mit rasant wachsender Nachfrage könnte als Star eingestuft werden, während traditionelle, wenig nachhaltige Linien möglicherweise als Poor Dogs auslaufen.
- Kreativwirtschaft: In der Theater- und Film-Produktion kann die BCG-Matrix bereits vor der Umsetzung eingesetzt werden, um Erfolgschancen von neuen Ideen frühzeitig zu bewerten. Hochkarätige und innovative Serienkonzepte mit vielversprechendem Marktpotenzial können als Stars behandelt und mit größeren Anstrengungen gerechtfertigt werden. So werden Ideen strategisch ausgesiebt, die vielleicht spannend wären, aber eher geringere Chancen haben, realisiert zu werden. Ältere Formate mit stabilen, aber rückläufigen Zuschauerzahlen sind häufig die Cash Cows, die man mit Innovations-Initiativen weiter fördern könnte, während Serien, die sich dramaturgisch auserzählt haben, als Poor Dogs aus dem Programm genommen und mit frischem Programm ersetzt werden können.
Die BCG-Matrix hilft somit nicht nur dabei, bestehende Portfolios zu optimieren, sondern auch schon frühzeitig zu entscheiden, welche Ideen und Projekte überhaupt verfolgt werden sollten.
Strategische Entscheidungsfindung
Neben der Portfolioanalyse unterstützt die BCG-Matrix Unternehmen in Marketing, Management und Vertrieb bei gezielten Investitionen und der Fokussierung auf zukunftsträchtige Geschäftsbereiche.
- Marketing: Werbebudgets werden gezielt dort eingesetzt, wo sie den größten Effekt erzielen. Eine nachhaltige Modemarke könnte verstärkt Marketingkampagnen für ihre beliebten recycelbaren Kollektionen (Stars) schalten, während klassische Linien mit stagnierenden Absatzzahlen (Cash Cows) mit minimalem Budget beworben werden.
- Management: Führungskräfte treffen auf Basis der BCG-Matrix fundierte Entscheidungen über Investitionen und Desinvestitionen. Ein Automobilhersteller könnte verstärkt in Elektromobilität investieren, während Verbrennungsmotoren zunehmend zum Poor Dog werden.
- Vertrieb: Verkaufsstrategien werden auf Basis der BCG-Kategorien optimiert. Stars dienen als Aushängeschilder für Innovation, Cash Cows sichern stabile Erträge, während Poor Dogs aktiv abverkauft oder durch rentablere Produkte ersetzt werden.
Ob bei Produktentwicklung, Nachhaltigkeitsstrategien oder Medienproduktionen – die BCG-Matrix hilft dabei, Chancen zu nutzen und Ressourcen am effizientesten einzusetzen.
Beispiele BCG Matrix
Ob Produkte oder Dienstleistungen, die BCG-Matrix ist unabhängig von der Branche einsetzbar, denn sie bietet wertvolle Hilfestellung für strategische Business-Entscheidungen über die Zukunft von Projekten und Produkten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
BCG-Matrix für Produktentwicklung
Unternehmen müssen kontinuierlich entscheiden, welche Produkte weiterentwickelt, ausgebaut oder eingestellt werden sollen. Die BCG-Matrix schafft Klarheit über Zukunftsfähigkeit, um Innovationen gezielt zu fördern und weniger rentable Produkte frühzeitig zu stoppen.
- Stars: Eine innovative, superleichte Yoga-Matte aus nachhaltigem Kork, die in Fitness-Communities viral geht – hier wird weiterentwickelt und skaliert.
- Cash Cows: Die klassische rutschfeste Yoga-Matte, die sich seit Jahren gut verkauft – kein großes Wachstum, aber stabile Einnahmen.
- Question Marks: Eine faltbare Reise-Yoga-Matte, die zwar praktisch ist, aber noch nicht viele Käufer findet – lohnen sich größere Marketingbudgets?
- Poor Dogs: Eine billige Matte aus künstlichen Plastikmaterialien, die kaum noch jemand kauft – wird aus dem Sortiment genommen.
BCG-Matrix für Vertrieb: Was wird gepusht, was verschwindet?
Effektive Vertriebsstrategien entscheiden über den Markterfolg.
- Stars: Wiederverwendbare To-Go-Becher mit smartem Pfandsystem, das in Großstädten boomt – jetzt geht es um Expansion.
- Cash Cows: Ein klassisches Bio-Spülmittel, das konstant verkauft wird – Fokus auf Effizienz statt Wachstum.
- Question Marks: Ein neuartiger plastikfreier Shampoo-Bar, der noch nicht richtig durchstartet – intensiv bewerben oder stoppen?
- Poor Dogs: Ein nachhaltiges Produkt, das zwar ökologisch sinnvoll, aber kommerziell ein Flop ist – Auslistung aus dem Sortiment.
BCG-Matrix für Konkurrenzanalyse: Wer gewinnt das Rennen?
Marktführer müssen wissen, welche Wettbewerber aufsteigen – und welche verlieren.
- Stars: Ein Streaming-Anbieter mit einzigartigen Indie-Dokus, der rasant wächst.
- Cash Cows: Ein etablierter Anbieter mit loyaler Kundschaft, aber ohne große Innovationen.
- Question Marks: Ein neuer Dienst für nachhaltige Mode-Leihmodelle – bleibt er ein Trend oder setzt er sich durch?
- Poor Dogs: Ein ehemals angesagtes Streaming-Portal, das kaum noch neue Kunden gewinnt.
Die BCG-Matrix zeigt, wo Investitionen Sinn machen, welche Produkte den Gewinn sichern und wo Unternehmen Ballast abwerfen sollten.
Wie moderne Tools helfen, eine BCG-Matrix zu erstellen
Die Erstellung einer BCG-Matrix erfordert präzise Daten und eine strukturierte Analyse. Moderne Arbeitsmanagement-Tools erleichtern diesen Prozess erheblich, indem sie Daten sammeln, visualisieren und automatisierte Prozesse für Analysen bereitstellen. Hier sind einige Funktionen, die im weitesten Sinne bei der Vorbereitung und Erstellung einer BCG-Matrix helfen:
- Datenmanagement & Analyse: Tools wie monday.com ermöglichen das Erfassen und Strukturieren relevanter Daten zu Marktanteilen, Umsätzen und Wachstumstrends.
- Dashboards & Visualisierungen: Interaktive Dashboards helfen, Marktanalysen grafisch darzustellen und Trends frühzeitig zu erkennen.
- Automatisierungen: Wiederkehrende Aufgaben wie das Aktualisieren von Marktanteilsdaten oder das Aggregieren von Vertriebsergebnissen lassen sich automatisieren.
- Teamkollaboration: Die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Marketing und Management wird durch den gemeinsam genutzten Arbeitsbereich erleichtert, sodass alle relevanten Akteure auf dieselben aktuellen Daten zugreifen können.
- KI-gestützte Prognosen: Moderne Tools bieten Vorhersagefunktionen, die Unternehmen bei der Marktentwicklung und strategischen Planung unterstützen.
Schritt für Schritt eine BCG-Matrix erstellen
1. Produkte identifizieren
Erfasse alle Produkte oder Dienstleistungen, die du analysieren möchtest. Falls du mehrere Märkte bedienst, kann es sinnvoll sein, für jede Kategorie eine separate BCG-Matrix zu erstellen.
2. Relativen Marktanteil bestimmen
Der relative Marktanteil zeigt, wie dein Produkt im Vergleich zum größten Wettbewerber dasteht. Berechne ihn folgendermaßen:
Relativer Marktanteil = Eigener Marktanteil / Marktanteil des größten Konkurrenten
Ein Wert über 1 bedeutet, dass dein Produkt führend ist, ein Wert unter 1 zeigt, dass es einen stärkeren Konkurrenten gibt.
3. Marktwachstum evaluieren
Das Marktwachstum gibt an, wie schnell sich ein Marktsegment entwickelt. Dies kann durch Umsatzsteigerungen, Nutzerzahlen oder andere Wachstumsindikatoren gemessen werden. Marktforschungsberichte oder interne Verkaufsdaten helfen bei dieser Einschätzung.
4. Produkte kategorisieren
Ordne deine Produkte oder Dienstleistungen den vier Quadranten der BCG-Matrix zu:
- Stars: Hoher Marktanteil in einem wachsenden Markt
- Cash Cows: Hoher Marktanteil in einem stagnierenden Markt
- Question Marks: Niedriger Marktanteil in einem wachsenden Markt
- Poor Dogs: Niedriger Marktanteil in einem stagnierenden Markt
5. Strategische Maßnahmen ableiten
Basierend auf der Kategorisierung kannst du Strategien festlegen:
- Stars: Weiter investieren, um das Wachstum zu fördern.
- Cash Cows: Gewinne maximieren und effizient bewirtschaften.
- Question Marks: Potenzial prüfen – entweder investieren oder aussteigen.
- Poor Dogs: Produkt einstellen oder repositionieren.
Wie monday.com bei der BCG-Matrix und dem Arbeitsmanagement hilft
Für die BCG-Analyse braucht man natürlich präzise Daten. Und nicht nur dabei kann monday.com helfen: Die Arbeits- und Projektmanagement-Software bietet leistungssteigernde Funktionen, um alle Aspekte der Arbeit zu organisieren und Zahlen wie Marktanteile, Wachstumsraten und Investitionsstrategien effizient zu erfassen und für die BCG-Matrix zu nutzen – alles auf einer zentralen Plattform.
1. Automatisierte Arbeitsverwaltung
Anstatt Zahlen manuell auszuwerten, können Projektmanager mit monday.com:
- Alle Daten und Zahlen der täglichen Arbeit direkt in der Plattform aufzeichnen und im Anschluß in verschiedensten Berichten auswerten. So wird jede Aktivität protokolliert, Aufwände können klar nachverfolgt werden, das eingesetzte Budget, Personal und die Erfolgsquoten sind jederzeit transparent einsehbar.
- Automatische Berechnungen anstellen, indem Werte aus verschiedenen Datenquellen zusammengeführt werden. Zum Beispiel der relative Marktanteil, die Gewinnmargen, Erfolgshistorie des Projekts oder Produkts usw.
- Dashboards mit Echtzeit-Updates nutzen, die Entwicklungen sofort sichtbar machen. Jederzeit ist einsehbar, wo die Projekte und Investitionen stehen. Der einfache Zugang sorgt für Übersichtlichkeit und Organisation.
- Automatische Benachrichtigungen einstellen für wichtige Vorkommnisse, wie nahende oder erreichte Projektmeilensteine, Leistungsabfall, erledigte Aufgaben oder wenn sich Marktbedingungen oder Wachstumsraten signifikant ändern.
2. Strukturierte Datenverwaltung für fundierte Analysen
Marktanteile, Wachstumsraten und Investitionen lassen sich mit monday.com systematisch erfassen und verwerten. So können Unternehmen:
- Eigene Produkte und deren Marktanteil in individuell anpassbaren Boards dokumentieren und Entwicklungen verfolgen.
- Marktforschungsdaten und Wettbewerbsanalysen in einem zentralen Arbeitsbereich eingeben oder dort bereits protokollierte Daten einfach nutzen, um den relativen Marktanteil präzise zu bestimmen.
- Investitionsentscheidungen festlegen und zuteilen, welche Ressourcen für einzelne Produkte oder Geschäftsbereiche verfügbar sind und eingesetzt werden sollen.
3. Interaktive Dashboards zur Prozess- und Datenvisualisierung
Strategische Entscheidungen fallen leichter durch klare Visualisierungen der Strukuren, der Daten, Zusammenhänge und Abhängigkeiten. monday.com bietet:
- Anpassbare Dashboards, um die vier Quadranten der BCG-Matrix übersichtlich darzustellen.
- Graphische Marktanalysen, die Umsatzentwicklungen, Marktanteile und Investitionen in Echtzeit aufzeigen.
- Filter- und Sortieroptionen, um relevante Produkte oder Dienstleistungen nach Marktstellung zu gruppieren.
- Verschiedene Ansichten, um Produkte, Projekte und deren Abläufe darzustellen: Kanban, Gantt-Diagramme, Zeitleiste, Produkt-Roadmap, Arbeitsplanung und vieles mehr.
4. Echtzeit-Kollaboration für schnelle, datenbasierte Entscheidungen
Da strategische Entscheidungen oft bereichsübergreifend getroffen werden, sorgt monday.com für:
- Zentrale Kommunikation zwischen Teams, indem Vertrieb, Marketing und Produktmanagement auf einer Plattform arbeiten.
- Kommentare und Statusaktualisierungen in Echtzeit, um Investitionsentscheidungen oder Produktstrategien abzustimmen.
- Integration mit anderen Business-Tools wie Marktforschungstools oder Finanzsoftware für umfassendere Analysen.
5. Automatisierte Workflows für strategische Maßnahmen
Sobald die BCG-Matrix erstellt ist, geht es darum, konkrete Maßnahmen abzuleiten. monday.com hilft dabei mit:
- Automatisierten Aufgaben für strategische Anpassungen, etwa für die Skalierung von „Stars“ oder das Stoppen von „Poor Dogs“.
- Benutzerdefinierten Workflows, um Prozesse für Investitionsentscheidungen oder Produktentwicklungen effizient zu gestalten.
- KI-gestützten Vorhersagemodellen, die Wachstumsraten und Marktpotenziale analysieren, um bessere Entscheidungen zu treffen.
Unternehmen, die monday.com nutzen, profitieren von der präzisen, automatischen Daten-Bereitstellung für die Umsetzung der BCG-Matrix. Die Plattform vereint Datenanalyse, Automatisierung und kollaboratives Arbeiten, um fundierte, zukunftssichere Entscheidungen im gesamten Unternehmen und in jeder Abteilung zu ermöglichen. Wer seinen Betrieb sicher in die Zukunft steuern will, findet in monday.com das ideale Tool.
Mit der BCG-Matrix die Zukunftsfähigkeit sichern
Die BCG-Matrix bleibt ein bewährtes Werkzeug für strategische Entscheidungen, doch moderne Arbeitsmanagement-Tools machen sie noch leistungsfähiger. Durch Echtzeit-Daten, Automatisierungen und KI-gestützte Analysen wird die Nutzung der BCG-Matrix noch präziser und effizienter. Unternehmen, die digitale Tools wie monday.com einsetzen, profitieren von schnelleren, fundierteren Entscheidungen und einer besseren Steuerung ihrer Produkt- und Marktstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die BCG-Matrix für Unternehmen wichtig?
Die BCG-Matrix nach Bruce Henderson und der Boston Consulting Group hilft Unternehmen, ihre Produktstrategie zu optimieren, indem sie Marktanteil und Marktwachstum analysiert. So lassen sich erfolgreiche Produkte ausbauen, unrentable Produkte identifizieren und Ressourcen strategisch einsetzen, um die unternehmerische Arbeitsorganisation zu verbessern.
Wie unterscheidet sich die BCG-Matrix von anderen Analysemethoden?
Während Methoden wie SWOT-Analyse oder OKR den Fokus auf interne Stärken oder Zielsetzung legen, bewertet die BCG-Matrix speziell den Markterfolg von Produkten. Sie bietet eine klare Entscheidungsgrundlage für Investitionen, Innovationen und Produktentwicklung und trägt zur effektiven Planung von Kompetenzbereichen bei.
Welche Daten sind für eine BCG-Matrix-Analyse erforderlich?
Um eine präzise BCG-Matrix zu erstellen, benötigt man Marktanteile, Wachstumsraten, Umsatzdaten und Wettbewerbseinblicke. Die sorgfältige Planung und Analyse dieser Faktoren ermöglicht eine fundierte Produkt- und Unternehmensstrategie.
Wie oft sollte eine BCG-Matrix gemacht werden?
Da sich Marktbedingungen schnell ändern, sollten Unternehmen ihre BCG-Matrix regelmäßig überprüfen. Besonders bei dynamischen Märkten empfiehlt sich eine quartalsweise Analyse, um wirtschaftliche Ziele zu verfolgen und Markttrends für die neuesten Produkte frühzeitig zu erkennen.
