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Projektmanagement

Geschäftsprozessmanagement richtig umsetzen: Grundlagen und Methoden

Ruth Trucks 12 Min. Lesezeit
Geschftsprozessmanagement richtig umsetzen Grundlagen und Methoden

Wenn Aufgaben doppelt erledigt werden, und Verzögerungen entstehen, ist das normalerweise kein Mangel an Engagement, sondern weil der Gesamtüberblick fehlt. Geschäftsprozessmanagement (GPM) macht genau diese Abläufe sichtbar und damit steuerbar.

In diesem Artikel erfährst du, was Geschäftsprozessmanagement bedeutet, welche Prozessarten und Phasen es gibt und wie du GPM Schritt für Schritt in deinem Unternehmen einführst.

Plattformen wie monday AI Work Platform helfen dir dabei, diesen Ansatz vom Konzept in den Arbeitsalltag zu bringen und deine Prozesse dauerhaft zu verbessern.

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Zusammenfassung

  • Geschäftsprozessmanagement ist ein fortlaufender Vorgang. Du nutzt ihn, um wiederkehrende Abläufe in deinem Unternehmen systematisch zu identifizieren, zu dokumentieren, zu analysieren und kontinuierlich zu verbessern.
  • GPM unterscheidet drei Prozessarten, die ineinandergreifen, und zwar Kernprozesse, Unterstützungsprozesse und Managementprozesse.
  • Der GPM-Lebenszyklus besteht aus vier Phasen, die sich kontinuierlich wiederholen. Du dokumentierst Prozesse, analysierst sie, optimierst sie und überwachst sie dann.
  • Wenn du GPM einführen willst, startest du am besten mit einem einzigen, klar abgegrenzten Pilotprozess. So vermeidest du, alle Abläufe auf einmal anzugehen.
  • monday AI Work Platform hilft dir dabei, Geschäftsprozesse mit Boards, Automatisierungen und Echtzeit-Dashboards sichtbar zu machen. So steuerst du sie abteilungsübergreifend.

Was ist Geschäftsprozessmanagement?

Geschäftsprozessmanagement, kurz GPM, ist eine systematische Methode, mit der Unternehmen ihre Abläufe identifizieren, dokumentieren, analysieren und dauerhaft verbessern. Auf Englisch spricht man von „Business Process Management“, abgekürzt BPM. Bevor du GPM verstehst, solltest du wissen, worum es sich handelt.

Ein Geschäftsprozess ist eine Abfolge von Aufgaben, die zusammen ein bestimmtes Ziel erreichen, zum Beispiel die Bearbeitung einer Kundenanfrage von Eingang bis Abschluss. Geschäftsprozessmanagement sorgt dafür, dass solche Abläufe nicht nur einmalig funktionieren, sondern dauerhaft auf einem hohen Niveau bleiben. Dabei werden Prozesse kontinuierlich überwacht, bewertet und verbessert.

Nicht zu verwechseln ist GPM mit Projektmanagement, welches zeitlich begrenzte Vorhaben mit einem definierten Anfang und Ende steuert. Geschäftsprozessmanagement hingegen optimiert wiederkehrende, dauerhafte Abläufe, die täglich oder wöchentlich ablaufen.

MerkmalGeschäftsprozessmanagementProjektmanagement
Zeitlicher RahmenDauerhaft, kontinuierlichZeitlich begrenzt mit definiertem Ende
ZielsetzungOptimierung wiederkehrender AbläufeErreichung eines einmaligen Projektziels
FokusEffizienz und StandardisierungInnovation und Veränderung
WiederholungTäglich oder wöchentlichEinmalig
RessourcenFest zugeordnetTemporär zugewiesen
VerbesserungKontinuierliche OptimierungLessons Learned nach Abschluss
Projektuebersicht

Geschäftsprozessmanagement sorgt für einen positiven Unterschied

Wenn es an strukturierter Prozesssteuerung mangelt, fallen Aufgaben oft zwischen die Stühle oder werden doppelt ausgeführt. Es kommt zu Missverständnissen darüber, wer wofür zuständig ist. Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass die Umsetzung nicht funktioniert.

Wenn du Geschäftsprozessmanagement gut umsetzt, bringt das Vorteile, die weit über das Tagesgeschäft hinausgehen. GPM wird für dich als Führungskraft zu einem echten Steuerungsinstrument. Hier siehst du warum:

  • Transparenz über Abläufe: Du siehst auf einen Blick, wo Engpässe entstehen und wo Zeit verloren geht, wenn du deine Prozesse dokumentierst.
  • Klare Verantwortlichkeiten: Mit GPM legst du fest, wer welche Aufgabe übernimmt. Das reduziert Missverständnisse und Verzögerungen.
  • Skalierbarkeit: Standardisierte Prozesse kannst du leichter auf neue Teams, Standorte oder Märkte übertragen.
  • Grundlage für Automatisierung: Du kannst deine Prozesse nur dann sinnvoll automatisieren, wenn du sie kennst und dokumentiert hast. In Bereichen wie IT und Marketing ist das längst gelebte Praxis. Laut einer aktuellen Studie setzen 86% der IT-Fachleute und 77% der Marketing-Profis bereits auf KI-gestützte Tools.

GPM schafft die Voraussetzung dafür, dass dein Unternehmen geordneter arbeitet und schneller auf Veränderungen reagiert.

Beim Weiterlesen stell dir die Frage, wie gut Mitarbeiter die Geschäftsprozesse in deinem Unternehmen kennen und ihnen folgen.

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Die 3 Prozessarten im Geschäftsprozessmanagement

Im Unternehmen laufen ganz unterschiedliche Prozesse ab. Beim GPM unterscheidet man drei grundlegende Prozessarten, die jeweils eine andere Rolle spielen und sich gegenseitig ergänzen.

Kernprozesse

Kernprozesse werden auch Leistungsprozesse genannt. Sie tragen direkt zur Wertschöpfung bei. Das sind die Abläufe, die dein Unternehmen am Markt sichtbar machen. Dazu gehören zum Beispiel Auftragsabwicklung, Produktentwicklung oder Vertrieb. Ohne Kernprozesse gibt es kein Produkt und keine Dienstleistung.

Unterstützungsprozesse

Unterstützungsprozesse ermöglichen Kernprozesse, ohne selbst direkt zum Produkt beizutragen. Typische Beispiele sind IT-Infrastruktur, Personalwesen oder Buchhaltung. Sie laufen im Hintergrund und sind trotzdem unverzichtbar.

Managementprozesse

Managementprozesse umfassen die Steuerung und Kontrolle des gesamten Unternehmens. Dazu gehören Strategieplanung, Zielsetzung, Qualitätsmanagement und die Überwachung von Kennzahlen. Diese Prozesse geben die Richtung vor.

Alle drei Prozessarten greifen ineinander. Wenn du nur eine davon optimierst und die anderen vernachlässigst, merkst du schnell, dass das Gesamtsystem trotzdem hakt.

Projektanfragen und Genehmigungen

Die 4 Phasen des Geschäftsprozessmanagements

GPM ist ein Kreislauf aus vier Phasen, die sich fortwährend wiederholen. In der Fachliteratur findest du dafür den Begriff „BPM-Lebenszyklus“.

Phase 1: Prozesse identifizieren und dokumentieren

Im ersten Schritt machst du bestehende Abläufe sichtbar. Viele Prozesse laufen einfach ab, ohne dass sie jemals jemand aufgeschrieben hat. Jetzt erfasst du diese Abläufe per Prozessmapping und stellst sie in einem Prozessmodell dar, zum Beispiel als Flussdiagramm. Ein Prozessmodell zeigt dir visuell alle Schritte, Beteiligten und Entscheidungspunkte eines Ablaufs.

Phase 2: Prozesse analysieren und bewerten

Jetzt schaust du dir die dokumentierten Prozesse kritisch an. Wo entstehen Engpässe? Welche Schritte dauern zu lange? In dieser Phase nutzt du häufig KPIs, also Key Performance Indicators oder auf Deutsch Leistungskennzahlen, die deine Prozesse messbar machen.

Phase 3: Prozesse optimieren und neu gestalten

Auf Basis deiner Analyse entwickelst du jetzt Verbesserungen. Du fasst Schritte zusammen, klärst Zuständigkeiten und automatisierst manuelle Aufgaben mithilfe von Prozessautomatisierung. Hier kommen auch Methoden wie Lean Management oder Six Sigma zum Einsatz. Lean Management hilft dir dabei, Verschwendung zu reduzieren. Six Sigma fokussiert sich darauf, Fehler in Prozessen zu minimieren.

Phase 4: Prozesse implementieren und überwachen

Du führst die verbesserten Prozesse ein und überwachst sie dauerhaft. Digitale Plattformen liefern dir dabei Echtzeit-Daten über den Prozessstatus. Dann beginnt der Kreislauf von vorne. Genau das macht den Kern von GPM aus.

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Gut zu wissen

Viele Unternehmen scheitern nicht an der fehlenden Verbesserung ihrer Prozesse, sondern daran, dass sie sie überhaupt nicht erst dokumentieren. Ohne eine klare Bestandsaufnahme des Ist-Zustands bleibt jede Optimierung ein Schuss ins Blaue.

Programm Nachverfolgung

Gängige Methoden zur Prozessoptimierung im Überblick

Du hast verschiedene Methoden zur Prozessoptimierung zur Auswahl, um deine Prozesse zu analysieren und zu verbessern. Welche Methode zu dir passt, hängt von deinem Ziel und dem Reifegrad deines Unternehmens ab. In der Praxis kombinierst du oft mehrere Ansätze miteinander.

Diese Methoden setzt du am häufigsten im Geschäftsprozessmanagement ein. Sie decken unterschiedliche Optimierungsziele ab:

  • Lean Management: Du eliminierst damit alle Aktivitäten, die keinen Mehrwert schaffen, zum Beispiel unnötige Prozessschritte oder Wartezeiten.
  • Six Sigma: Du nutzt statistische Analysen, um Fehlerquellen zu finden und dauerhaft zu reduzieren. Diese Methode eignet sich besonders für Unternehmen mit hohen Qualitätsstandards.
  • BPMN (Business Process Model and Notation): Das ist ein standardisiertes Notationssystem, also eine einheitliche „Sprache“, mit der du Prozesse grafisch darstellst, damit alle Beteiligten sie verstehen.
  • Kaizen: Dieses japanische Konzept setzt auf kontinuierliche, schrittweise Verbesserung, statt auf große Umstrukturierungen.
  • Prozess-Mining: Bei dieser datenbasierten Methode rekonstruiert Software die tatsächlichen Abläufe aus digitalen Systemdaten und macht Abweichungen vom geplanten Prozess sichtbar.

Geschäftsprozessmanagement in 5 Schritten einführen

Du musst kein Mammutprojekt starten, um GPM einzuführen. Wenn du strukturiert vorgehst, siehst du schnell erste Ergebnisse und kannst den Ansatz dann schrittweise ausweiten.

Schritt 1: Einen Pilotprozess auswählen

Der häufigste Fehler bei der GPM-Einführung ist es, zu viel auf einmal anzugehen. Starte lieber mit einem einzigen, klar abgegrenzten Prozess. Das kann zum Beispiel ein Genehmigungsworkflow für Budgetanfragen sein oder das Onboarding neuer Mitarbeiter.

Schritt 2: Den Ist-Zustand dokumentieren

Bevor du etwas verbesserst, zeichnest du den aktuellen Ablauf vollständig auf. Wer ist beteiligt? Welche Schritte gibt es? Wo entstehen Wartezeiten? Am besten gelingt dir dieser Schritt gemeinsam mit den Mitarbeitern, die den Prozess täglich leben.

Schritt 3: Schwachstellen in Chancen verwandeln

Nach der Dokumentation analysierst du den Prozess. Welche Schritte dauern unverhältnismäßig lang? Welche Aufgaben könntest du automatisieren? Konkrete Kennzahlen wie die durchschnittliche Bearbeitungszeit machen Verbesserungen später messbar.

Schritt 4: Den Soll-Prozess gestalten und einführen

Jetzt entwickelst du einen verbesserten Prozess, dokumentierst ihn und führst ihn schrittweise ein. Wenn du die Mitarbeiter früh einbindest, erhöhst du im Veränderungsmanagement die Akzeptanz und vermeidest Widerstände.

Schritt 5: Messen, lernen und verbessern

Du misst und bewertest den neuen Prozess regelmäßig. Feste Review-Zyklen helfen dir dabei, kontinuierliche Verbesserung zu verstetigen. Quartalsweise Überprüfungen haben sich bewährt. Plattformen wie monday AI Work Platform helfen dir dabei, Prozesse zu dokumentieren, Aufgabenverwaltung zu zentralisieren und den Fortschritt mit Aufgabenverfolgung in Echtzeit zu verfolgen.

Abfolge und Optimierung von Prozessen und Projekten

Geschäftsprozessmanagement mit monday AI Work Platform umsetzen

In der Praxis funktioniert GPM nur dann, wenn du Prozesse nicht nur auf Papier dokumentierst, sondern sie aktiv lebst und steuerst. monday AI Work Platform ist eine Arbeitsmanagement-Plattform, die auf dem monday.com Work OS aufbaut. Sie hilft dir dabei, deine Geschäftsprozesse zu strukturieren, zu automatisieren und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu steuern.

Die Plattform ist so aufgebaut, dass deine Teams sie ohne technische Vorkenntnisse nutzen können. Das macht die Einführung deutlich einfacher als bei klassischen GPM-Softwarelösungen.

Diese Funktionen unterstützen dich konkret beim Geschäftsprozessmanagement und decken den gesamten BPM-Lebenszyklus ab.

  • Boards bilden jeden Geschäftsprozess mit allen Schritten, Zuständigkeiten und Fristen ab. So wird aus einem abstrakten Ablauf ein konkreter Workflow, den du nachverfolgen kannst.
  • Automatisierungen lassen sich ohne Programmierkenntnisse einrichten. Wiederkehrende Prozessschritte wie Benachrichtigungen bei Statusänderungen kannst du per Workflow-Automatisierung automatisieren und reduzierst so manuelle Arbeit.
  • Echtzeit-Dashboards führen Daten aus mehreren Boards zusammen und stellen sie visuell dar. Du siehst auf einen Blick, wo Engpässe entstehen und ob du deine Ziele erreichst.
  • Workdocs von monday.com ermöglichen es dir, Prozesse direkt in der Plattform zu dokumentieren. Workdocs sind kollaborative Dokumente, die mit Boards verknüpft sind. So kommen Dokumentation und operative Umsetzung an einem Ort zusammen.
  • monday sidekick ist der integrierte KI-Assistent. Er analysiert Board-Daten, erkennt Verzögerungen und schlägt dir proaktiv Maßnahmen vor.

 

Praxistipp

monday AI Work Platform bietet fertige Board-Vorlagen für typische Geschäftsprozesse wie Anfragen und Genehmigungen, Onboarding oder Projektplanung. So kannst du einen ersten Pilotprozess in wenigen Minuten aufsetzen.

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Geschäftsprozessmanagement als Grundlage für nachhaltiges Wachstum

Geschäftsprozessmanagement ist nicht nur ein Thema für große Konzerne. Jedes Unternehmen profitiert davon, seine Abläufe besser zu verstehen und gezielt zu verbessern. Wenn du deine Prozesse kennst, kannst du sie steuern und optimieren.

Der Einstieg ist nicht kompliziert. Du startest am besten mit einem einzigen Pilotprozess, den du klar dokumentierst und regelmäßig überprüfst. Das ist der erste Schritt. So gestaltest du deine Abläufe aktiv, statt dich von ihnen treiben zu lassen.

Wenn du GPM im Arbeitsalltag leben willst, brauchst du die richtigen Werkzeuge. monday AI Work Platform macht es dir einfach, Prozesse sichtbar zu machen, Teams zu koordinieren und Verbesserungen dauerhaft zu verankern. So stellst du sicher, dass deine strategischen Ziele nicht an der Umsetzung scheitern.

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Häufig gestellte Fragen zum Geschäftsprozessmanagement

Geschäftsprozessmanagement (GPM) ist die systematische Methode, mit der Unternehmen ihre wiederkehrenden Abläufe identifizieren, dokumentieren, analysieren und kontinuierlich verbessern. GPM ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhafter Ansatz zur Unternehmenssteuerung.

Ein Geschäftsprozessmanager analysiert bestehende Abläufe und identifiziert Verbesserungspotenziale. Er koordiniert Optimierungsmaßnahmen und überwacht die Einhaltung von Prozessstandards. Er ist die Schnittstelle zwischen den Fachabteilungen und der Unternehmensführung.

Das Geschäftsprozessmanagement unterscheidet zwischen drei Prozessarten: Kernprozesse, die direkt zur Wertschöpfung beitragen. Unterstützungsprozesse, die den Betrieb im Hintergrund ermöglichen. Und Managementprozesse, die die Steuerung und Kontrolle des Unternehmens umfassen.

Das Prozessmanagement durchläuft vier Phasen: identifizieren und dokumentieren, analysieren und bewerten, optimieren und neu gestalten sowie implementieren und überwachen. Diese vier Phasen bilden einen Kreislauf, der sich kontinuierlich wiederholt.

Gängige Methoden zur Prozessoptimierung im Geschäftsprozessmanagement sind: Lean Management, Six Sigma, BPMN, Kaizen, Prozess-Mining, Total Quality Management (TQM) und die Jede Methode hat einen anderen Schwerpunkt und eignet sich für unterschiedliche Optimierungsziele.

Geschäftsprozessmanagement optimiert wiederkehrende, dauerhafte Unternehmensabläufe und überwacht sie kontinuierlich, während Projektmanagement zeitlich begrenzte Vorhaben mit einem definierten Anfang und Ende steuert. Beide Disziplinen ergänzen sich, haben aber unterschiedliche Anwendungsbereiche.

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